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Tauchen Sie ein in die Geschichte des Porzellans

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Die Geschichte des Annaburger Porzellans

Während der Gründerjahre im ausgehenden 19. Jahrhundert erfuhr auch die Stadt Annaburg eine zunehmende Industrialisierung. 1874 gründete Herr Böttcher hier eine Steingut-Manufaktur in Annaburg. Hergestellt wurden hauptsächlich Küchengarnituren. Schon damals wurden die ersten beiden Rundöfen mit 50-60 m³ Inhalt in Betrieb genommen. Der Antrieb des Rührwerkes zur Masseaufbereitung erfolgte durch Göpel mit Ochsengespann. Unter dem nächsten Besitzer (ab 1883), Adolf Heckmann, wurden vier je 80 m³ fassende Rundöfen in Betrieb genommen.

 

1895 wurde das Werk an eine Aktiengesellschaft verkauft. In den folgenden Jahren erhielt der Industriebau im Wesentlichen sein heutiges Aussehen. In der Zeit bis 1910 entstanden die imposanten Klinkerbauten, die das Stadtbild entlang der Ortsdurchfahrt bis heute entscheidend prägen. Die wichtigsten Neuerungen Anfang des 20. Jahrhunderts waren eine neue Malerei, Schlämmerei, Dreherei und ein Gleisanschluss an die Reichsbahn. Das Betriebsgelände umfasste, nebst Beamten- und Arbeiterwohnhäusern 220.322 m². Es existierten 12 Brennöfen und die Belegschaft stieg auf ca. 600 Personen an. Die nächsten hundert Jahre brachten Höhen und Tiefen -mit wechselnden Besitzern und neuen Technologien. Nach dem 1. Weltkrieg arbeiteten hier nur noch 325 Männer und Frauen. Es kamen Fachkräfte aus den verschiedensten Teilen des Landes nach Annaburg, damit wuchs die Stadt und es wurden Wohnungen, Schulen und andere Einrichtungen gebaut. 1928 waren wieder über 600 Mitarbeiter/innen im Werk beschäftigt. 1946 erfolgte durch Enteignung die Umwandlung in einen „Volkseigenen Betrieb“. Der Bedarf an Geschirr war nach dem 2. Weltkrieg enorm. So wurde 1949 ein Tunnelofen angeschafft, in dem rund um die Uhr gebrannt werden konnte. 1968 wurde die Produktion von Steingut auf Sintolan umgestellt. Sintolan garantierte einen hohen Gebrauchswert, denn es ist weitgehend unempfindlich gegen Schlag, Stoß, Spülmittel und Temperaturwechsel. Der Export erfolgte bis 1978 in 28 Länder. 1969 verlor das Sintolanwerk die Selbständigkeit und wurde mit seinen 600 Mitarbeitern an VEB Porzellanwerke Colditz angegliedert und gehörte damit zum Kombinatsverband KAHLA. So gab es im Laufe der Jahre mehrere Betriebsbezeichnungen, z.B. Vereinigung volkseigener Betriebe (1949), VVB Keramik (1950), VEB Steingutwerk Annaburg (1953), VEB Porzellankombinat Colditz – Werk Annaburg (1970), VEB Vereinigte Porzellanwerke Colditz – Werk Annaburg (1980).

 

1990 wurde unter der Hoheit der Treuhandanstalt Berlin einer GmbH gegründet. Zum 1. Juli 1992 erfolgte dann Privatisierung durch die Firma an die CERAPLAN GmbH (Sitz in Selb/Bayern). Es erfolgte eine Umstellung der Produktion auf Vitreous China-Porzellan.

2015 umfasste die Produktpalette über 1000 Artikel, die von 70 Mitarbeitern für alle Welt hergestellt wurde. Trotzdem erfolgte 2015 die Insolvenz. Es lohnt sich immer in einem Café-Haus oder einem Hotel mal unter den Teller zu schauen. Vielleicht findet man ein CP für Colditz aus DDR-Zeiten oder ein A für Annaburg-Porzellan.

 

Durch die Insolvenz und Schließung der Annaburg Porzellan GmbH im Juli 2015 wurde das nun von uns genutzte Gebäude mit der bestehenden kleinen Ausstellung zur Betriebshistorie der Insolvenzmasse zugeordnet und drohte somit dem Untergang.

Oder besuchen Sie unser Bistro!

Eine wunderbare Kombination.

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Die Geschichte des Annaburger Porzellans

Während der Gründerjahre im ausgehenden 19. Jahrhundert erfuhr auch die Stadt Annaburg eine zunehmende Industrialisierung. 1874 gründete Herr Böttcher hier eine Steingut-Manufaktur in Annaburg. Hergestellt wurden hauptsächlich Küchengarnituren. Schon damals wurden die ersten beiden Rundöfen mit 50-60 m³ Inhalt in Betrieb genommen. Der Antrieb des Rührwerkes zur Masseaufbereitung erfolgte durch Göpel mit Ochsengespann. Unter dem nächsten Besitzer (ab 1883), Adolf Heckmann, wurden vier je 80 m³ fassende Rundöfen in Betrieb genommen.

 

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